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Große Kreisstadt Niesky

direktAnsprechBar

Aktuell kann sich die Bevölkerung ohne politisches Mandat nur bedingt in die Gestaltung von politischen Entscheidungsprozessen auf kommunaler Ebene einbringen. Durch die Verstetigung des Formats »direktAnsprechBar« und die Schaffung einer gleichnamigen räumlichen Anlaufstelle außerhalb der Verwaltung, soll politische Selbstwirksamkeit in Niesky verstetigt werden.

Mit der »direktAnsprechBar« können sich der Einwohnerinnen und Einwohner von Niesky an der Entwicklung ihrer Stadt aktiv beteiligen und ihre Ideen und Vorstellungen einbringen. Offene Beteiligungsprozesse mit zielgruppenspezifischer Ansprache sollen zu einem intensiven Austausch über das aktuelle und zukünftige Zusammenleben in Niesky zwischen den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren führen. Die Bevölkerung soll positive Erfahrungen mit verstetigten Beteiligungsformaten sammeln. Gleichzeitig soll ein festes Regelwerk für die Bürgerbeteiligung in der Kommune und ein dauerhaftes Gremium zur Jugendbeteiligung etabliert werden.

Das Projekt entspricht der Beteiligungsstufe "Einbeziehen".

 

Das Projekt im Überblick

Wer Große Kreisstadt Niesky
Was direktAnsprechBar
Wo Große Kreisstadt Niesky
Wann Januar 2023 bis Dezember 2025
Für wen alle Einwohnerinnen und Einwohner, insbesondere Jugendliche (bis 17 Jahre), junge Erwachsene (bis 27 Jahre), gesellschaftlich benachteiligte Gruppen
Wie aufsuchende Formate, Bürgerwerkstätten, Dialogveranstaltungen, Verstetigung von »Beteiligungsgremien«, Leitlinienprozess
Fördersäule Modellkommune
Fördersumme 105.000 EUR (bewilligt)

Kontakt und Links

Partner

Engagierte Stadt Rietschen/Niesky, Soziales Netzwerk Lausitz gGmbH, Aktion Zivilcourage, ZVON, Willkommensbündnis Niesky, AssKom, Schulen in der Stadt Niesky, Jugendring Oberlausitz e.V., Familienzentrum Niesky

 

Projektziele

1 Stärkung und Ausbau der (moderierten) Kommunikation zwischen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie
der Stadtverwaltung.
2 Frühzeitige Einbeziehung der in Niesky lebenden Einwohnerinnen und Einwohnern bei kommunalen
Entscheidungsprozessen.
3 Beteiligung der Einwohnerschaft bei der Erstellung von Leitlinien für Bürgerbeteiligung.
 

Meilensteine

1 Verlässlich wiederkehrende Formate, wie etwa der »direktAnsprechBar-Pavillon« auf dem Wochenmarkt und in den Ortschaften, bei städtischen Ereignissen sowie in den Stadtteilen und auf Festen.
2

Eröffnung der »direktAnsprechBar« als fester Anlaufpunkt in einem leerstehenden Ladengeschäft.

  • Anmietung der Räumlichkeit und neuer Beschluss durch den Stadtrat zum Wechsel der Räumlichkeit.
  • Barrierefreier Zugang zur Toilette samt Wickeltisch und Rampen, um die Räumlichkeiten bzw. die Toilette zu erreichen.
  • Feier der Eröffnung der »direktAnsprechBar«
3 Regelmäßige Durchführung von »Jugendforen« und monatliche Treffen im Rahmen der Jugendbeteiligung.
4 Durchführung des Formates »Kommunaler Entwicklungsbeirat« (KEB) nach der erfolgreichen Erprobung
im Jahre 2023 durch vom Stadtrat festgelegte Themen sowie Zielstellungen. Das KEB-Format soll in 2024
und 2025 jeweils einmal im Rahmen der Projektförderung durchgeführt werden.
5 Erstellung von Leitlinien zur Bürgerbeteiligung unter Mitwirkung der in Niesky lebenden Einwohnerschaft.
 

Projektergebnisse

1 Im Rahmen des Formats »direkt AnsprechBar-Pavillon« wurden im Jahr 2023 insgesamt 16 Gesprächsangebote unterbreitet, davon: fünf zum dienstäglichen Wochenmarkt, eines im öffentlichen Raum der Stadt, vier im Zuge von Festveranstaltungen und zwei im Kontext von Sitzungen des Ortschaftsrates. Im Rahmen des Formats Bürgerdialoge gab es zwei Veranstaltungen zu den Themen »Aufgaben eines Stadtrats« sowie »nachhaltige Bildungslandschaften«.
2 Die »direktAnsprechBar« wurde im Oktober 2024 feierlich eröffnet, nachdem die Räumlichkeiten zuvor angemietet und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden konnte.
3 Das Steuerungsteam zur Jugendbeteiligung traf sich bis Oktober 2023 bereits zwölf Mal. Eine Idee der Jugend wurde bereits durch den Stadtrat bestätigt (BeachVolleyball-Feld), welches am 17.10.2023 eröffnet wurde. Die Nutzung der App PlaceM wurde ausgebaut. Ein Monitoring des Nutzungsverhaltens wird (auch rückwirkend) vorgenommen.
4 Die Themen für die kommenden KEBs wurden festgelegt.
5 Es ist geplant, die Leitlinien zur Bürgerbeteiligung auf den Erfahrungen des 1. KEBs in Niesky aufzubauen und davon abzuleiten.

(Geplante) Verwendung der Ergebnisse

In der »direktAnsprechBar« werden konkrete Beteiligungsprojekte diskutiert, beraten und Hinweise gegeben. Beispielsweise können in ungezwungener Atmosphäre Kooperationen mit den Stadträtinnen und -räten  sowie der interessierten Öffentlichkeit beraten werden.

Sofern der Stadtrat zustimmt, sollen die Leitlinien zur Bürgerbeteiligung in der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Niesky verankert werden.

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